Gemeinsam starten, sich kennenlernen und als Klasse zusammenwachsen
Für die 24 Schülerinnen und Schüler der neuen Unterstufe der Gestaltungstechnischen Assistentinnen und Assistenten des Technischen Berufskollegs Solingen begann das neue Schuljahr mit zwei besonderen Tagen: Am 17. und 18. September ging es gemeinsam ins Zentrum Frieden in Solingen.
Unter dem Motto „Neue Klasse, neues Glück?! Wie gelingt unsere neue (Lern-)Gemeinschaft?“ standen nicht die üblichen Unterrichtsinhalte im Mittelpunkt. Vielmehr ging es darum, sich gegenseitig kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und herauszufinden, wie aus vielen einzelnen Schülerinnen und Schülern eine gute Klassengemeinschaft entstehen kann. Transparente Kommunikation, Kritikfähigkeit sowie das Setzen und Respektieren persönlicher Grenzen bildeten dabei wichtige Grundlagen.
Gemeinsam Herausforderungen meistern
Zum Einstieg sorgten verschiedene Spiele für eine lockere Atmosphäre. Beim „Gordischen Knoten“ musste die Gruppe gemeinsam eine scheinbar unlösbare Situation bewältigen. Beim anschließenden Stuhlsortieren wurden die Schülerinnen und Schüler vor eine besondere Herausforderung gestellt: Drei Gruppen erhielten unterschiedliche Aufgaben – und durften dabei nicht miteinander sprechen. Schnell wurde deutlich, dass erfolgreiche Teamarbeit mehr benötigt als bloßen Aktionismus. Jede und jeder Einzelne muss die eigene Aufgabe ernst nehmen und gleichzeitig das gemeinsame Ziel im Blick behalten.
Auch bei weiteren Kooperationsspielen wie dem „Tower of Power“, dem Stuhlkippel-Spiel und der „Flussüberquerung“ waren Kommunikation, Kooperation und gegenseitige Unterstützung gefragt. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler ganz nebenbei erleben, welche Bedeutung Rollenverteilung, Kommunikation und der Umgang mit Frustration für eine funktionierende Gruppe haben.
Was kann ich zur Klasse beitragen?
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der persönlichen Reflexion. In einem Selbstreflexionsbogen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, wie sie sich selbst in den gemeinsamen Spielen erlebt hatten und welche Eigenschaften ihnen bei sich und anderen aufgefallen waren. Anschließend tauschten sie sich in Tandems über Selbst- und Fremdwahrnehmung aus.
Besonders kreativ wurde es bei der Aufgabe „Mein Beitrag für die Gruppe“. Auf kleinen Leinwänden hielten die Schülerinnen und Schüler persönliche Stärken fest, die für die Klassengemeinschaft einen Gewinn darstellen können. Die entstandenen Bilder wurden anschließend gemeinsam betrachtet. So entstand ein Perspektivwechsel: Welche besonderen Stärken bringt diese Klasse bereits mit? Was könnte das Fundament einer guten Klassengemeinschaft sein? Und was kann jede und jeder Einzelne dazu beitragen?
Die gesammelten Stärken wurden anschließend zu einer gemeinsamen „Wortschnecke“ zusammengestellt, die am zweiten Tag präsentiert wurde.
Gemeinsam Regeln entwickeln
Am zweiten Tag ging es darum, die Erfahrungen des ersten Tages in konkrete Vereinbarungen für den gemeinsamen Schulalltag zu übertragen. Ausgehend vom Bild der Zugvögel beziehungsweise Gänse überlegten die Schülerinnen und Schüler, welche Regeln eine Klasse braucht, damit sich alle sicher fühlen, gut miteinander kommunizieren und gemeinsam ihre Ziele erreichen können.
In Kleingruppen entwickelten sie eigene Vorschläge, die anschließend im Plenum gesammelt und zu gemeinsamen Top-5- beziehungsweise Top-10-Regeln zusammengeführt wurden. Diese Vereinbarungen wurden nicht einfach vorgegeben, sondern von der Klasse selbst entwickelt und anschließend kreativ auf Leinwänden gestaltet. Piktogramme halfen dabei, die Regeln anschaulich umzusetzen.
Zum Abschluss stellte das Regenrinnenspiel die Klasse noch einmal vor eine gemeinsame Herausforderung. In der abschließenden Reflexionsrunde konnten die Schülerinnen und Schüler mit der „5-Finger-Methode“ Rückmeldung zu den beiden Tagen geben: Was war gut? Was war bemerkenswert? Was hat vielleicht gestört? Wie war die Atmosphäre? Und was kam zu kurz?
Ein gemeinsamer Start
Die Kennenlerntage boten den 24 neuen Gestaltungstechnischen Assistentinnen und Assistenten damit weit mehr als eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag. Durch gemeinsame Erlebnisse, kreative Aufgaben und viele Gelegenheiten zum Austausch konnten erste Kontakte geknüpft und wichtige Grundlagen für die neue Klassengemeinschaft gelegt werden.
Mit neuen Eindrücken, gemeinsamen Erfahrungen und einem besseren Gefühl dafür, welche Stärken jede und jeder Einzelne in die Gruppe einbringen kann, ging es anschließend zurück in den Schulalltag – bereit für die gemeinsame Zeit am Technischen Berufskolleg Solingen.













