Am 24. Februar 2026 fand in Solingen die Bildungskonferenz SG 2026 unter dem Motto „Gemeinsam für eine Kultur der Digitalität“ am Friedrich-List-Berufskolleg statt. Bei der Veranstaltung, die von 13 bis 17 Uhr dauerte, standen zentrale Fragestellungen im Mittelpunkt: Wie kann Digitalität in den Schulalltag integriert werden, ohne den pädagogisch sinnvollen Umgang zu vernachlässigen? Und wie gelingt es, digitale Möglichkeiten so einzusetzen, dass sie das individuelle Lernen unterstützen und gleichzeitig eine aktive, gesellschaftliche Teilhabe fördern?
Die Konferenz begann mit einer inspirierenden Begrüßung und einem Input, der die Teilnehmenden dazu anregte, über die veränderte Rolle digitaler Welten – auch als „veränderte Architektur der Seele“ bezeichnet – nachzudenken. Die Keynote beleuchtete, wie Technik und Kommunikation in einem ständigen Wechselspiel stehen, in dem Menschen aktiv gestalten, anstatt nur von technischen Möglichkeiten gelenkt zu werden.
Nach dem Impuls folgten interaktive Workshops, in denen verschiedene Aspekte des digitalen Unterrichts in den Blick genommen wurden. Themen wie altersgerechte Reflexionsformate, demokratieanregende interaktive Spiele, digitale Medienkompetenzprojekte und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Unterricht standen im Zentrum. Besonders betont wurde, dass digitale Lernumgebungen nicht automatisch zu mehr Qualität führen, sondern nur dann erfolgreich sind, wenn sie in ein ganzheitliches pädagogisches Konzept eingebettet sind – eines, das Kommunikation, Kreativität und individuelle Förderung ermöglicht.
Im anschließenden Austausch konnten Lehrkräfte, Medienschaffende und weitere Akteurinnen und Akteure ihre Erfahrungen und Ideen teilen. So wurde gemeinsam erarbeitet, wie die digitale Transformation an Schulen nicht als reine Technikfrage, sondern als Frage einer ganzheitlichen Kultur der Digitalität verstanden und umgesetzt werden kann. Abschließend wurden in einem Plenum konkrete Beschlüsse und Aufträge für die weitere Weiterentwicklung formuliert.
Die Bildungskonferenz zeigte eindrucksvoll, dass der Dialog und das gemeinsame Gestalten digitaler Bildungsprozesse essenziell sind, um Schulen zukunftsfähig und zugleich pädagogisch sinnvoll zu gestalten. So wurde deutlich: Nur gemeinsam – mit Blick auf den Menschen und seine Fähigkeiten – kann eine nachhaltige Kultur der Digitalität entstehen.
