Einfluss von Vorbehandlungsparametern auf das Bekeimungsverhalten von 2K-Kunststoffen

Aufgabenstellung
Bei der Beschichtung von 2K-Kunststoffen (Mehrkomponenten-Kunststoffe) müssen die Vorbehandlungs-Prozessschritte Beize, Aktivator und Beschleuniger optimiert werden, um eine fehlerfreie chemische Vernicklung zu gewährleisten.
Ziel der Projektarbeit war es, verschiedene Parameter der Vorbehandlung (Temperatur, Konzentrationen, Tauchzeiten, Bewegung) zu variieren, um Einflüsse zu selektieren, die zu Überwachsungen und freien Stellen nach der chemischen Vernicklung führen können.

Versuchsdurchführung
Die Durchführung der Versuche erfolgte im Labor und mit Unterstützung der Galvano-fachfirma Fa. Herbert Schmidt Solingen GmbH Co. KG (HSO). Es wurden typische Spritzteile aus 2K-Kunststoffen verwendet und unter Variation der oben genannten Parameter vorbehandelt und die Ergebnisse der Beschichtung bewertet.
In Vor- und Hauptversuchen wurde der Einfluss der einzelnen Parameter hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Auftreten von Überwachsungen und offener Stellen bewertet. Parallel dazu wurden die Prozesslösungen überwacht und ausgewählte Teile zusätzlich mittels Temperatur-Schocktest und Querschliffen auf Haftfestigkeit geprüft.

Versuchsergebnisse
Aus den Versuchen konnten optimierte Parameterbereiche der Vorbehandlungsschritte abgeleitet werden. Zwischen den einzelnen Vorbehandlungsschritten bestehen Wechsel-wirkungen, die näher untersucht werden müssen. Auf der Grundlage der durchgeführten Versuche ist hier eine weitere Optimierung erforderlich. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine geringe Konzentration an Palladium im Aktivator durch eine längere Prozessdauer ausgeglichen werden kann.
Teammitglieder:
Madeleine Gellwitzki
Tim Oetken
Maik Stevens
Betreuer: Herr Dr. Werner John